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Individueller Schutz von Schlafstätten bei Erdbeben (Quake Shell)

Die meisten Opfer bei Schadensbeben kommen in einstürzenden Gebäuden ums Leben. Wenn sich ein Erdbeben nachts ereignet, ist die Gefahr besonders hoch. In erdbebengefährdeten Gebieten, in denen Gebäude nicht ausreichend verstärkt sind, besteht Bedarf an einer einfachen Schutzmaßnahme.

Die Tatsache, dass Menschen fast ein Drittel ihres Lebens im Bett verbringen, bedeutet, dass eine wirksame Schutzkonstruktion von Schlafstätten die Zahl von Erdbebenopfern beträchtlich reduzieren könnte. Hierzu wäre eine Vorrichtung notwendig, die Personen ausreichend Schutz vor einstürzenden Gebäudeteilen und genügend Überlebensraum bis zu ihrer Bergung bietet. Gleichzeitig sollte eine solche Konstruktion einen einfachen Ein- bzw. Ausstieg ermöglichen, sich in bestehende Zimmereinrichtungen integrieren lassen und keine Einschränkung des alltäglichen Komforts bedeuten.

Die hier vorgestellte patentierte Schutzvorrichtung wird diesen Erfordernissen gerecht. Sie zeichnet sich im Normalzustand durch unauffällige, unter dem Bett angebrachte Bauteile aus (1). Im Falle eines starken Erdbebens aktiviert ein eingebauter Sensor (rot) einen Auslösemechanismus, der teleskopartig eine zylinderförmige Käfigkonstruktion um den Schlafplatz aufbaut (2). Zusätzlich werden in dem entstandenen Schutzraum Airbags aufgeblasen, die vor herunterfallenden Steinen oder Gegenständen schützen (3). Besteht Brandgefahr, kann die Vorrichtung mit einer feuerfesten Plane versehen werden (nicht dargestellt).

Deutsches Patent, DE 199 01 059 C 1
Japanisches Patent, Az 11-371741 (angemeldet)
US Patent 6,360,384 B1
(Official Patent Gazette, March 26, 2002, 2927-2928)